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Regionale12, Festival für zeitgenössische Kunst und Kultur

22.06.2012 - 22.07.2012
Murau / Österreich

Konzept STADT. LAND. FLUSS.

Eine Stadt, eine Region, eine Gesellschaft im Fluss.
Region wird heute vielschichtig interpretiert. Grenzen werden damit überschritten, für obsolet erklärt oder neu gezogen. Alle zwei Jahre setzt sich die REGIONALE mit einem jeweils anders definierten Regionenbegriff auseinander. Schlagworte wie Entwicklungen abseits von Ballungszentren, Beteiligungsmodelle, alternative Gesellschaftsformen oder die Suche nach neuen Synergien und Zusammenschlüssen stehen am Beginn. Gemeinsam mit KünstlerInnen, Bildungs- und Kulturinstitutionen, Kommunen oder Wirtschaftsbetrieben erarbeitet die REGIONALE in intensiver Auseinandersetzung ein umfassend ortsspezifisches Programm.... 2008 hat dieser Prozess in der Südoststeiermark, 2010 in Liezen stattgefunden. 2012 wird Murau Schauplatz der REGIONALE12:

Murau ist gegenwärtig mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Wie kann man gemeinsames Tun bekräftigen, neue (ökonomische oder ökologische) Wege beschreiten oder der steigenden demografischen Rückentwicklung entgegenwirken? Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Rohstoffe sind die Grundlagen für jene Denkansätze, die für den Regionalentwicklungsverein Holzwelt Murau bei der Bewerbung zur REGIONALE12 und in Folge den Zuschlag durch den Festivalbeirat im Herbst 2010 entscheidend waren.

In Anlehnung an das Wissens- und Gesellschaftsspiel Stadt-Land-Fluss greift die REGIONALE12 diese Rohstoffe auf. Existiert das klassische Stadt-Land Gefälle heute noch? Was passiert mit einer kleinen Stadt im ländlichen Raum, wenn sie zunehmend ihrer Funktionen enthoben wird? Gibt es das noch das Land in seiner reinen Form? Oder bedarf es einer Analyse der Gesellschaft im Fluss? Soziales Kontinuum oder globalisierte Welt? M wie Murau.Murau.Mur. oder Mumbai.Murau.Main?

Die Gedankenkette verdeutlicht die Anforderungen, die an die Region Murau gestellt werden. Mit der Konzentration auf die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale in einer immer schneller werdenden Gesellschaft muss sie Identifikationsfaktoren für den Lebensraum Murau herstellen. Zugleich soll sie sich damit einem Wettbewerb der Aufmerksamkeits- und Überlebensökonomie stellen. Traditionen und neue Lebensentwürfe prallen hier aufeinander.

Insgesamt 24 Projekte mit mehreren hundert beteiligten MurauerInnen und KünstlerInnen aus dem In- und Ausland haben sich eingehend mit diesem Spannungsfeld beschäftigt.

Drei Leitthemen sind inhaltliche Klammer:
Jugend/Mobilität/Stadt, Naturraum/Nachhaltigkeit, Zusammenleben/Zusammenarbeiten.
Dabei werden differenzierte Perspektiven aufgegriffen und zur Disposition gestellt. Etwa ob man auf der Suche nach neuen Modellen der Selbstorganisation von kleinen Gemeinschaften lernen kann, oder wie viel Demokratie in demokratischen Prozessen steckt, welcher Raum jungen Leute zur Verfügung steht, und inwieweit ein Mikrokosmos der Natur zu Fragen des Klimawandels überhaupt noch etwas beitragen kann.

Von soziologischen Selbstversuchen bis zu naturwissenschaftlichen Experimenten, kleinen und großen interventionistischen Eingriffen in öffentliche Räume und private Orte, symbolgeladene Gesten und alltägliche Momentaufnahmen sowie unterschiedlichste Ansätze von Kommunikation, Partizipation und Diskussion sind vier Wochen lang im inhaltlichen Fokus, der an drei Schwerpunktwochenenden vertiefend beleuchtet werden.

Maren Richter
Künstlerische Leiterin REGIONALE12

[Quelle: www.regionale12.at]

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