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Contaminazioni

Einladung: Contaminazioni. 2016

09.03.2016 - 14.04.2016

Kunstverein Kärnten, Klagenfurt / Österreich

CONTAMINAZIONI

Ivan DE MENIS
”Meine Werke sind eng mit dem Verstreichen der Zeit verbunden. “Tessere”, “Rette”, “Tondi” und “Compressioni” - jedes dieser Werke stellt einen Schritt hin zu einem persönlichen Alphabet dar”
- Ivan de Menis.
„Die Schritte sind Teile einer Reise durch die formale Sprache des Künstlers, in der die fundamentalen Stadien seines künstlerischen Weges nachgezeichnet werden: von der Serie kleiner Arbeiten, “Tondi”, bis hin zu den neuesten Werken aus der Serie “Compressioni”, … deren Oberfläche durch Materialien wie Stoffe und Styropor “kontaminiert” wurde.... Die Werke verdanken ihre Lebendigkeit der nacheinander aufgetragenen Farben, Ton in Ton, und der überlappenden Glasuren, die man aus dem Tonalismus des Veneto kennt und die damit die starke Verbundenheit des Künstlers mit seiner Heimat bezeugen.
Er schließt seine Bilder in “Käfige” aus Plexiglas und Styropor ein, und gießt Schicht um Schicht aus Kunstharz darüber, wodurch sie nach und nach an Volumen gewinnen; dann öffnet er die Gussformen und “befreit” das Bild im Prozess des Aushärtens. Dieses Verfahren wird unzählige Male wiederholt, so dass mit jeder Schicht das Fortschreiten der Zeit überwunden wird. … Die erreichte Ausgeglichenheit zwischen Zeit, Farbe und Volumen wird im Kontrast zwischen der leuchtenden, glatten Oberfläche des Bildes und seinen grob strukturierten Seiten ersichtlich.”

Mario PALLI
“Mario Palli nennt seine Werke „Piktogramme“ und verweist somit darauf, dass er sich sehr bewusst und reflektierend in jenes Kunstschaffen eingliedert, das vor allem von einem sensiblen Interesse für zeitgenössische wissenschaftliche und technologische Errungenschaften beseelt wird, und setzt solcherart in bedachter und systematischer Weise den revolutionären Impuls fort, der am Beginn dieser Bewegung stand. … Pallis Piktogramme entsprechen ihrer Funktion: sie sind makellos coole, perfekte Produkte. Keine Winzigkeit bleibt dem Zufall überlassen: weder die Bearbeitung großer Flächen noch das Festlegen des Formates. Eine besondere Aufmerksamkeit erfährt das Verhältnis zwischen Form und Fläche, d.h. die innere Struktur der einzelnen Arbeiten. Die (Farb)Aufträge sind quasi unpersönlich und negieren jede Art von emotionaler Intervention bzw. die Übertragung psychophysischer Eigenschaften des Künstlers in das Endprodukt. (Gerade diese Eigenschaft definiert nach Meinung Filibert Mennes die Trennlinie zwischen der „fare pittura“ und dem „action painting“.) … Wir haben zwar festgestellt, dass seine Arbeiten nicht den Prinzipien der klassischen Malerei entsprechen. Und doch werden sie einem Hauptanliegen der bildenden Kunst gerecht, nämlich jenem, einen ganzheitlichen Kunstraum mitzugestalten, indem Palli mittels Bildeinheiten und deren rhythmischer Anordnung neue (Ausstellungs-)Räume schafft. Darin liegt wohl seine Meisterschaft: die außerordentlich effizient überlegte Anordnung seiner Werke sowohl in ihrer Wechselwirkung zueinander als auch der erreichte Gesamteindruck, der mit seinem Rhythmus die Statik eines Raumes in ein flirrendes künstlerisches Ambiente transformiert.”

Text von Jure Mikuž, Übersetzung K. Vouk

[Quelle: www.kunstvereinkaernten.at]

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