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Dinge bewegen. Sammlung im Dialog

Einladung: Dinge bewegen. Sammlung im Dialog. 2015

24.10.2015 - 10.04.2016

Museum der Moderne Salzburg, Salzburg / Österreich

Unter dem Leitmotiv Dinge bewegen werden in der neuen Sammlungspräsentation erneut Arbeiten aus der Sammlung Generali Foundation, Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, im Dialog mit museumseigenen Werken und anderen dem Museum anvertrauten Kollektionen, wie der Sammlung FOTOGRAFIS Bank Austria sowie Gemälden aus der Sammlung MAP, präsentiert.

Geraten Dinge in Bewegung, stellen sich Veränderungen ein. Dinge, die im buchstäblichen Sinne die Position wechseln, ziehen Aufmerksamkeit auf sich, bewirken mitunter Irritation.... Mit dem Einzug der Dinge in die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Frage, was Kunst ist, was sie ausmacht und wo die Grenze zur Nicht-Kunst verläuft, neu verhandelt. Heute finden Alltagsgegenstände in künstlerischen Arbeiten Verwendung, Möbel werden zu (Sitz-)Skulpturen erklärt, ebenso tauchen Gegenstände mit hohem Identifikationscharakter in Werken auf.

Dinge erweisen sich oft als unverzichtbare, aber unauffällige Begleiter im Alltag. Daher bleibt ihr Einfluss auf unsere Lebensweise meist unreflektiert. In der Kunst dagegen ist die Beziehung zwischen Dingen und dem menschlichen Wahrnehmungsapparat von besonderem Interesse. Der Körper wird darin zum skulpturalen Material oder zum Formgeber. Umgekehrt widmen sich künstlerische Praktiken der Dinghaftigkeit von Kunstwerken gerade im Verhältnis zum menschlichen Körper. Ähnlich religiösen Kultgegenständen und Reliquien, denen in früheren Zeiten und in unterschiedlichen Gesellschaftsformen eine magische Wirkung zuge- sprochen wurde, provozieren manche Kunstwerke durch ihre haptischen Oberflächen geradezu eine Berührung. Andere Arbeiten gehen noch einen Schritt weiter: Sie thematisieren politische Umbrüche und sozialen Wandel, und bringen so in der Kunst einen Stein ins Rollen, dem durchaus das Potenzial zukommt, einschneidende gesellschaftliche Umwälzungen herbeizuführen.

Mit Dingen sind in der Kunst sowohl phänomenologische und kunsttheoretische als auch sozialgeschichtliche Fragestellungen verknüpft. Welchen Umgang pflegen Künstlerinnen und Künstler mit Dingen? Wie kommt es, dass Alltagsgegenstände gegenüber Skulpturen und Objekten in der Kunst einen so hohen Status einnehmen? Wie vermitteln Dinge soziale Beziehungen? Welche Rolle spielt die Gestaltung von Dingen für unsere Gesellschaft? Im Feld dieser Fragen und semantischen Mehrdeutigkeiten geht die Ausstellung den Dingen in der Kunst vom 19. bis zum 21. Jahrhundert nach. Im Fokus stehen dabei sowohl traditionelle Medien wie Druckgrafik, Malerei und Skulptur als auch Fotografie und Konzeptkunst sowie Film, Video und Hologramm.

[Quelle: www.museumdermoderne.at]

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last modified at 12.01.2018


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