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...VERSUS...WIENER SZENE (1952 – 2014)

13.02.2014 - 12.03.2014

VIERTELNEUN Gallery, Wien / Österreich

Der Wiener Aktionismus der 1960er Jahre hat die Stadt Wien und nachfolgende Künstlergenerationen nachhaltig geprägt. Dabei wirkt nicht nur die Skandal-Tradition, der Bruch mit der Bigotterie seit der Kaiserzeit am Fin de Siecle, lange in der Kunst nach: in exzessiven Körperaktionen und der expressiven Malerei der 1960er sowie heutiger performativen Ausdrucksformen und dem Interesse an geschlechtlicher Ambiguität.

Setzt man an den zeitgenössischen Positionen an und blickt zurück auf die vorhergehenden Generationen, so kristallisieren sich durchaus neue Erkenntnisse zur Heterogenität der jeweiligen Szenen und das Schaffen einzelner Künstler heraus.... Auch die Relevanz früherer „Outsider“ auf die heutige Kunstproduktion wird erkennbar. Sichtbar wird dabei die Verbundenheit aktueller Kunst zur „Tradition“ aber auch die visionäre Kraft, die der damaligen Avant-Garde inhärent ist.

Die Ausstellung ist nicht allein als Suche historischer Referentialität zu verstehen, sondern als eine Art Perspektiverweiterung auf das damalige Geschehen im Kontext heutiger Produktion, die vieles in neuem Licht erscheinen lässt.

Gezeigt werden Werke der Performance- und Konzeptkunst, der Malerei sowie Skulpturen und Objekte aus privaten Sammlungen sowie junge Kunst, welche teilweise sogar eigens zur Ausstellung entstand. Die Neue Wilde Malerei von Hubert Schmalix und späte figurative Arbeiten von Otto Mühl werden den sexuell aufgeladen Konturmalereien von Marianne Vlaschits gegenüber gestellt. Tendenzen des Art Brut und die Relevanz von Outsider-Artists, an Hand der Arbeiten Padhi Friebergers zu sehen, werden in Bezug auf das künstlerische Schaffen Martin Grandits ersichtlich. Die körperliche Erforschung und die bewusstseinserweiternde Wirkung des Exzesses werden durch Werke von Günter Brus und Alex Ruthner aufgegriffen. Arbeiten des bekanntesten Rebellen gegen die Konvention, Franz West, sind ebenso vertreten wie die geheimnisvollen und mystischen Positionen Hermann Nitschs.

Rückblickend erscheint der Wiener Aktionismus als ein stark männerdominierter Kreis, mit Ausnahme der großartigen Performance- und Aktionskünstlerin Valie Export. In der Nachkommenschaft zeigt sich interessanterweise, dass die Wirkung dieser Avant-Garde Einfluss auf das Schaffen aktueller Künstlerinnen hat und starke weibliche wie männliche Positionen aus dem Nährboden Wiens heraus wachsen. Schnittpunkte sind bei den performativen Arbeiten von Marianne Vlaschits sowie den persiflierenden und rohen Aquarellen von Judith Rohrmoser zu sehen. Die Performances von Jakob Lena Knebl gehen in der Auseinandersetzung mit dem Körper in eine entscheidende neue Richtung. Sie thematisiert die Transsexualität.

[Quelle: www.viertelneun.com]

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