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Helga Philipp

Einladung: Helga Philipp. 2014

07.03.2014 - 03.05.2014

Galerie Hubert Winter, Wien / Österreich

„Helga Philipp gilt heute zu Recht als Pionierin konkreter Kunst und Op Art in Österreich“ schreibt die Kunsthistorikerin Brigitte Borchhardt-Birbaumer in ihrem Katalogbeitrag zur posthumen Retrospektive der Künstlerin im Landesmuseum NÖ. Nicht dass Helga Philipp zu Lebzeiten unbekannt geblieben wäre, sie war bereits 1967 in Werner Hofmanns Ausstellung „kinetika“ im Museum des 20.Jahrhunderts vertreten.

Allerdings hatte sich danach der ästhetische Geschmack gewandelt und „Konkretes“ hatte in Österreich nie einen guten Nährboden....

Heute bekommt konkrete Kunst allerdings eine anhaltende Aktualität und Eugen Gomringers Bezeichnung von Philipps Arbeit als eine „Wissenschaft der Sinne“ eine neue Bedeutung.

Mit einem selektiven Überblick auf die 1960/70er Jahre wollen wir zeigen, dass diese mit meisterhafter Präzision arbeitende Künstlerin in ihrem Oeuvre alle Formen der Op Art, der Konkreten und Kinetischen Kunst aufnahm und ganz im Sinne der Avantgarde keinen Prozess der Loslösung durchlief, sondern linear arbeitete und weiterentwickelte.

Helga Philipps Auseinandersetzung mit Grundfragen der ästhetischen Wahrnehmung zeugen von einer brisanten Aktualität. Medienrealität, zweite Realität und Virtualität von Wirklichkeit findet man in ihren Arbeiten. Diese operieren mit einem logischen Netzwerk aus allen Schlüsselbegriffen ihrer Zeit: Betrachter, Bild, Bewegung, Raum, Licht und Veränderung.

„Kreis, Rechteck und Quadrat, Viereck oder Vieleck waren für Helga Philipp keine objektiven platonischen Körper, sondern Elemente eines Spiels der Kombinatorik, in dessen Zentrum der Betrachter stand. Alles war beweglich, also galt auch, alles war veränderlich.“ (Peter Weibel, Helga Philipp. Das Bild und der Betrachter, eine neue Gleichung der Malerei, 2010). Mit einer Leichtigkeit hat Helga Philipp den Wahrnehmungsraum zum Denkraum mit einfachen Mitteln der Minimal Art und Konzeptkunst vorangetrieben.

Helga Philipp (1939-Wien-2002) war von 1965 bis zu ihrem Tod als Professorin an der Hochschule (später Universität) für angewandte Kunst in Wien tätig und begleitete als Lehrende Generationen von KünstlerInnen.

[Quelle: Einladung]

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last modified at 07.05.2014


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