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U.F.O.–NAUT JK (Július Koller) orchestrated by Rirkrit Tiravanija

10.04.2013 - 25.05.2013

Galerie Martin Janda, Raum aktueller Kunst, Wien / Österreich

Ausgehend vom konzeptuellen Werk Július Kollers entwickelte Rirkrit Tiravanija neue Arbeiten, die die Subversivität, Ironie und Symbolsprache des 2007 verstorbenen slowakischen Künstlers reflektieren.

Die Verwendung gewöhnlicher Objekte und der Eingriff in alltägliche Situationen durch minimale Gesten waren bestimmend für Kollers Werk. Mit seinen Anti-Performances, seiner Anti-Malerei, Fotografien, Collagen und objets trouvés hinterfragte er kulturelle, politische und gesellschaftliche Positionen und strebte nach einer humanistischen Utopie....

Tiravanija bezieht sich auf signifikante Arbeiten und immer wieder kehrende Themen im Werk Július Kollers. Die den beiden Künstlern gemeinsamen Aspekte des Performativen, der Partizipation und Interaktion werden von Rirkrit Tiravanija aufgegriffen und nochmals gesteigert. Vier mit Text bedruckte und in den Ausstellungsräumen verteilte Tischtennistische können von den Besuchern bespielt werden: Sie verweisen auf die 1970 in Bratislava von Július Koller für die Dauer eines Monats gegründete Ping-Pong Society. Anstelle einer Ausstellung waren die Besucher zum Ping-Pong-Spiel und damit zum kommunikativen Austausch eingeladen. Univerzálny Futurologicky Otáznik (U.F.O.) / Universal Futurological Question Mark (U.F.O.), eine Fotografie von 1978, zeigt den Künstler mit Kindern auf einer Wiese sitzend, zusammen formen sie ein Fragezeichen: ein von Koller häufig eingesetztes Symbol, oft als subversives Statement gegen die Lebensrealität des damaligen politischen Systems. Tiravanija reinszeniert diese Aktion mit über 100 TeilnehmerInnen auf dem Wiener Stephansplatz.

„It is not what you see that is important but what takes place between people.“ (Tiravanija) Die Entwicklung von sozialen Situationen, die Einladung zu Interaktion und Teilnahme an die Ausstellungsbesucher, sowie die damit einhergehende Frage nach der Autorschaft sind grundlegend für das Werk Tiravanijas, der Anfang der 1990er Jahre mit seinen Koch-Interventionen einem breiteren Publikum bekannt wurde und seitdem zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation zählt. Mit der Verlagerung alltäglicher Handlungen wie denen des gemeinsamen Kochens, Essens oder Kommunizierens in den Ausstellungsraum schafft er Mikro-Utopien, die Überlegungen zu Themen wie Produktion und Konsumation oder zur Definition institutioneller Strukturen und deren Grenzen ermöglichen. Den Werken Rirkrit Tiravanijas werden in der Ausstellung ausgewählte Arbeiten von Július Koller gegenübergestellt.

[Quelle: www.martinjanda.at]

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