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Reality Manifestos, or Can Dialectics Break Bricks? Eine Studie über détournement als Kunstform

Einladung: Reality Manifestos, or Can Dialectics Break Bricks? 2012

19.01.2012 - 03.03.2012

Kunsthalle Exnergasse, Wien / Österreich

Bestehend aus einer internationalen Gruppenausstellung und einer zweitägigen Tagung, entwickelt sich das Projekt entlang von Fragestellungen und Nachforschungen zu Inbesitznahme und dem Ready-Made in der zeitgenössischen Kunst in Bezug auf die Kinoindustrie und einer möglichen Übertragbarkeit von Eigenschaften zwischen ihnen. Es untersucht sowohl den Raum als auch die Verwechslung der Grenzen zwischen Bild und Repräsentation und richtet den Blick auf die Ruinen der Repräsentation, darauf, welche Möglichkeiten der Übersetzung es geben kann, und wo sich das Konzept von Original und Kopie auflöst.... Das Projekt geht sozialen, politischen und ästhetischen Inhalten nach, die sich aus dem dialektischen Aufeinanderprallen von Unsichtbarem und Sichtbarem ergeben, oder folgt auch den Verschiebungen zwischen den Begriffen von Produktion und Konsum, Realität und Fiktion. Es entwirft Zwischen-Zeitlichkeiten, versammelt eine Vielfalt von Kunstpraxen, die singuläre Taktiken der spekulativen Zweckentfremdung, Wiederholung, getreue Nachahmung und détournement bestehender Bilder, visueller Ikonen oder narrativer Muster anbieten – und diese nachstellen, umschreiben und übersetzen.
Das Projekt dient als Plattform zur Untersuchung der Struktur und der Institutionen des kommerziellen Kinos in Bezug auf die Institutionen der Kunst und der Bilder. Befragt wird ebenso der Prozess der Projektion sowohl im rein mechanischen Sinn durch Kinokamera und Projektor beziehungsweise deren Ähnlichkeit zur Funktion der menschlichen Wahrnehmung, aber auch die Art und Weise, in der die Psychoanalyse im subjektiven und sozialen Feld dieselben Prinzipien der Projektion betrachtet: etwa wie wir Angst und Begehren auf andere projizieren und wie die Normen der psycho-symbolischen Formation von Rasse, Klasse und Sexualität immer wieder reproduziert werden. Die ausgestellten Werke erkunden die Kinomaschine in ihren Erzählstrukturen, Mythologien, Darstellungsformen und ihrer Reproduzierbarkeit, betrachten im Allgemeinen, wie diese Strukturen, Institutionen und Grenzen errichtet werden, wie Wert generiert wird, wie Wahrheiten durch die symbolischen und wirtschaftlichen Bedingungen einer spekulativen Industrie vorgegeben werden. Wenn der oder die Künstler/in die Oberfläche des Kinos durchbricht, kann dann der Anspruch einer Autonomie der Kunst als Institution aufrechterhalten werden? Letztendlich geht es bei diesem Projekt um das Spektakel, darum, welche Möglichkeiten wir haben, es zu unterlaufen, den Blick der Betrachter/in aus seiner Lethargie zu lösen und doch aus der verführerischen Kraft der Bilder noch immer jouissance zu schöpfen.

[Quelle: www.wuk.at]

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zuletzt geändert am 27.11.2017


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