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SPACE AFFAIRS | RAUMAFFÄREN | AFFAIRES D´ESPACE

SPACE AFFAIRS | RAUMAFFÄREN | AFFAIRES D´ESPACE. 2012

19.06.2012 - 06.10.2012

MUSA, Museum Startgalerie Artothek, Wien / Österreich

Die Ausstellung, die eigens für das MUSA konzipiert wurde, widmet sich in knapp 50 künstlerischen Positionen einem scheinbar einfachen Phänomen: dem Raum. Die Objekte, Installationen, Fotografien und Videoprojektionen sowie konzeptuelle Formulierungen veranschaulichen die Begrifflichkeit „Raum“ in ihrer ganzen Vielfalt sinnlich-situativer Artikulationen – ku¨nstlerische Forschungen, denen in ihrem experimentellen Charakter nicht zuletzt auch immer eine wissenschaftliche Dimension zu eigen ist.

„In einem so abwechslungsreich wie weit gespannten Spektrum setzen sich beispielhaft in Szene: ein Sarg, ein Go-go-Girl, sechs Schränke, ein Knäuel, ein offener Koffer; etliche Kleidungsstu¨cke, drinnen Leiber; ein Seil, Bänder, Umlaufbahnen, Bewegungsschleifen, Schlitze, Schwingungen einer Flasche; ein Mund, aus dem kein Ton kommt; Regen keiner, doch ein Schirm, der tönt; ein Automobil voller Bananen, jede Menge Fenster....“ Der Kurator Marc Mer unternimmt darin den Versuch, Raum als das zu hinterfragen, was er in seinem eigentlichen Wesen ist: ein Beziehungsgebilde. Deswegen kombiniert er mit Absicht schon im Titel den Begriff des „Raumes“ mit dem der „Affäre“.

„Ein aufgeschlagenes Buch ohne ein Wort, ein paar Punkte, eine Reihe von Einsen, ein Pfeil, ein Flugzeug, einige mehr oder minder stabile Tu¨rme, Nebel, auch andere Gewebe, Durchsichtbarkeiten und Undurchsichtbarkeiten in diverser Dosierung geben sich ein Stelldichein mit Blicken, Bru¨chen, Fluchten – Anfang und Ende des Raumes allu¨berall, wie es scheinen möchte. Und mittendrin das Publikum, das an allen Affären immer auch selbst zum Teilhaber wird, indem es zwischen ihnen wechselweise erscheint und verschwindet.

Raum selbst hat keine Form. Doch hat jede seiner Affären eine, die so zahlreich sind wie umfassend. Alles, was zu tun (à faire) ist, muss im und mit dem Raum getan werden und ist stets eine Affäre des Raumes. Zugleich hat alles, was zu tun ist, mit Dingen zu tun. Affären des Raumes sind allesamt Affären mit den Dingen. Vor solchem Hintergrund stellt diese Schau eine exemplarische Auswahl von Affären des Raumes zu einem Raum der Affären zusammen.

Raum mag im tagtäglichen Tun so manchem als selbstverständliche Gegebenheit erscheinen. In seiner Eigenart allerdings lässt Raum sich seit jeher nur schwer fassen. Zwei hierzu beru¨hmt gewordene Versuche, wenn auch in die Jahre gekommen, stehen als markante Vorläufer im Kontext einer Ausstellung wie dieser: Martin Heideggers Text ,Die Kunst und der Raum‘ und Lucio Fontanas Schnitt in die Leinwand, von ihm selbst als ,concetto spatiale‘ bezeichnet, mit dem er meinte, den Raum ins Bild zu holen.“
Marc Mer

[Quelle: www.musa.at]

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