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Remembering Forward

Einladung:Remembering Forward. 2010

20.11.2010 - 20.03.2011

Museum Ludwig, Köln / Deutschland

Mit »Remembering Forward« zeigt das Museum Ludwig exemplarisch neun herausragende Positionen zeitgenössischer indigener Malerei der letzten 40 Jahre, die aus den Wüstenregionen im Zentrum und aus den Kimberley im Nordwesten Australiens stammen. Außerdem werden Gemälde auf Baumrinde aus Arnhem Land zu sehen sein, die um 1960 auf Initiative von Tony Tuckson und Stuart Scougall in die Art Gallery of New South Wales nach Sydney gelangten und damit eine frühe Würdigung als westlicher Kunst gleichwertiger Kunstproduktion erfuhren.... Verbindliche Orientierung an überlieferten Traditionen und Mythen einerseits und eine aus westlicher Sicht höchst modern empfundene Bildsprache andererseits, das zeichnet bei allen regionalen Unterschieden die zeitgenössische Kunst der australischen Aborigines aus. Ihre Werke stehen damit in einem besonderen Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne, von Vergangenheit und Gegenwart, von Lokalisierung und Globalisierung. Die Themen der ausgestellten Gemälde beziehen sich fast ausnahmslos auf Geschichten aus der »Dreamtime«, jener die Mythologie der Aborigines bestimmenden Zeit, in der Welt und Menschen geschaffen wurden und die Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft zugleich umspannt. Seit den 1970er Jahren verwendeten Künstler zunehmend moderne Materialien, zumeist Acrylfarben und Leinwand. Ihre Bilder und die dargestellten Dreamings verließen damit den rituellen Bereich der indigenen Kultur und wurden als Kunstwerke in Galerien gehandelt und von Museen gesammelt. Die Künstler wurden so zu wichtigen interkulturellen Botschaftern, die den Prozess der Anerkennung von Bürger- und Landrechten entscheidend beeinflussten. Im Zusammenspiel mit den neuen Materialien gelangten viele Künstler zu höchst innovativen Darstellungsformen, die auf den ersten Blick an westliche, ungegenständliche Malerei erinnern, zugleich aber konkrete, unmittelbar sinnlich erlebbare Realisierungen des Landes und der mit ihm verbundenen Dreamings sind. Einige Künstler, besonders die aus den Kimberley, stellten auch Ereignisse der von Grausamkeiten geprägten Kolonialisierung ihres Landes dar.
[Quelle: http://www.museenkoeln.de 18.08.2010 ]


>>>>> Die Liste der Beteiligten dieser Gruppenausstellung ist unvollständig - zum Zeitpunkt der Aufnahme lagen keine genaueren Informationen vor. Hinweise bezüglich weiterer Beteiligter nehmen wir gerne entgegen.
>>>>> The list of participants of this group exhibition is not complete - at the time of the entry more detailed information was not available. Please contact us if you have information about further participants. [basis wien, 18.08.2010]

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