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Maria Theresia Litschauer. transkription

Einladung: Maria Theresia Litschauer. transkription. 2010

19.03.2010

Kunst im öffentlichen Raum Wien, Wien / Österreich

Die künstlerische Auseinandersetzung von Maria Theresia Litschauer mit einer bisher nicht beachteten Terrakotta-Figur von Alfred Crepaz, die einen mit Schwert martialisch überhöhten Krieger darstellt, zielt auf eine umfassende Kontextualisierung von nationalsozialistischer Kunst. Mittels Zeichen, Betonband und Schrifttafel wird der ideologische Hintergrund dieser völkisch konnotierten Statue ebenso kritisch thematisiert, wie das lesbare Hitler-Zitat aus 1933 bewusst gemacht wird. 1945 war nur der Name des Autors getilgt worden, eine Vorgangsweise, die symbolisch für die „Schlussstrich-Tendenz“ und die inhaltlichen Kontinuitäten in der Nachkriegszeit steht.... Die Künstlerin will mit ihrer „[ transkription ]“ das Gegenteil erreichen. Sie will nicht verdecken, sondern zur Reflexion hinführen sowie die isolierte Interpretation dieser Arbeit aus der nationalsozialistischen Zeit erweitern und das Schicksal der vertriebenen und ermordeten jüdischen BewohnerInnen des Thury-Hofes nach umfangreichen Recherchen in Erinnerung rufen. Damit schafft das neue Kunstwerk von Maria Theresia Litschauer eine Brücke in die Gegenwart und zum kommunikativen Gedächtnis der heutigen und künftigen BewohnerInnen des Thury-Hofes. Text: Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte, Universität Wien

(Quelle: http://www.koer.or.a)

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