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Jürgen Paas. Diaphanien

Einladung: Jürgen Paas. Diaphanien. 1995

16.03.1995 - 23.04.1995

Kunstagentur Karin Melchior, Kassel / Deutschland

(...) Es gibt ein künstlerisches Konzept, das sich ganz knapp mit paralell/analog zur Natur umschreiben lässt. Die Positionen von Piet Mondrian und Hans Arp seien hier stellvertretend genannt, lehnt sich Mondrian doch an die strukturelle Beschaffenheit der Natur, an die ihr zugrundeliegenden Gesetze an und Arp an ihre äußere, formale "Gestaltung".
Jürgen Paas, so könnte man in Abwandlung dieses Ansatzes durchaus formulieren, arbeitet analog zum "Alltag": Stapelungen, Lagerungen, Markierungen -von etwas- auf Fußböden, auf Wänden, diese Ordnungshilfen finden Verwendung in konkreter oder abstrahierter, d....h. umgesetzter Form in seinen Arbeiten.
(...) durch Nutzungsspuren gekennzeichnete Gegenstände (...), Zeugnisse von einmal dagewesenem, Relikte von Tätigkeiten werden genutzt für seine Konzeption von gefundenem Zufall und geschaffener Ordnung (...)
Doch ist es nicht ausschließlich der reale Fund, der unversehrt und unverändert in einem neutralen Raum gezeigt und zur Kunst erklärt wird -es ist hier vielmehr die Destillierung der Ordnungen von den Gegenständen und von ihrer Zweckbestimmungen: in Bibliotheken, in Lagerräumen und Fabriken- ihre formale, ja ihre zeichenhafte Qualität.
Hat Duchamp seinen Flaschentrockner noch präsentiert, um die formalen Qualitäten zu verdeutlichen, so stellt Paas in seinen Ordnungen Strukturierungen vor als das Prinzip von Strukturierungen - eines Gegenstandes / eines Bildes, einer Fläche, eines Raumes.
Susanne Wedewer

(Quelle: Einladung)

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