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Gemeinsamkeit Pinzgau

12.07.2019 - 31.08.2019

Galerie im Traklhaus, Salzburg / Österreich

Nach der erfolgreichen Präsentation der Ausstellung mit Kunstschaffenden aus dem Lungau an drei Ausstellungsorten 2018 zeigt das Traklhaus dieses Jahr Arbeiten von dreizehn Künstlern und Künstlerinnen, die aus dem Pinzgau stammen. Einige von ihnen leben und arbeiten dort, andere haben ihren Lebensmittelpunkt in Wien oder im Ausland oder sind von dort in diesen Salzburger Bezirk gezogen.

die besondere Ergänzung dieser Zusammenstellung:

Da bedeutende Künstler wie Anton Faistauer und Alfred Kubin längere Zeit in diesem Salzburger Bezirk gelebt haben, werden auch von ihnen exemplarische Kunstwerke vorgestellt.... Eine weitere Bereicherung dieser Ausstellung sind die Leihgaben aus dem renommierten Gotik-Museum in Leogang: Fünf größere Holz-Figuren, die zwischen 15. und 18. Jahrhundert entstanden sind, stellen zwei Heilige, zwei Madonnen und einen Apostel dar.

Von Anton Faistauer ist ein Porträt (der Bruder des Künstlers mit seinem Papagei) aus Privatbesitz zu sehen. Eine kleine Mischtechnik von Alfred Kubin zeigt Häuser in Thumersbach und auf der Rückseite die Signatur und den Titel vom Künstler mit einer Tierskizze. Richard Hirschbäck, der bis 2007 in Thumersbach gelebt und gearbeitet und sich auch bei der Gründung des Faistauer-Forums engagiert hat, ist mit zwei abstrakten, zeichnerischen Leinwänden und im Studio mit farbintensiven, realistischen Bildern (eine mehr oder weniger kritische, ironische Auseinandersetzung mit dieser Landschaft), die er in den 60er und 70er Jahren gemalt hat, aus seinem Nachlass vertreten.

So wird mit „Gemeinsamkeit Pinzgau" auch ein Einblick in die Kunstgeschichte dieses Gebietes gegeben.

zu den Arbeiten der weiteren 13 Künstler/innen:
Georg Bernsteiner, der sein Atelier in Piesendorf hat und viel auf Reisen ist, borgt zwei schwarz-weiß-Zeichnungen und eine Druckgraphik von Alfred Kubin aus seiner Sammlung, die ihn immer wieder inspiriert hat.
Fiona Crestani ist in Neuseeland geboren, lebte 15 Jahren in Maishofen, jetzt in Saalfelden. Sie überarbeitet ein Schrift-Objekt mit dem Titel „Anton who ?". Diese großen rosa Buchstaben sind, wie andere Arbeiten, die für diese Ausstellung ausgewählt wurden, mit Faistauer in Zusammenhang zu sehen.
Christoph Feichtinger stammt aus dem Pinzgau, hat in Saalfelden als Zahnarzt gearbeitet und seit der Gründung, bis vor fünf Jahren das Ausstellungsprogramm der Kunsthalle im Kulturhaus Nexus kuratiert. Er lebt seit einigen Jahren im Süden von Wien. Feichtinger hat auf der ganzen Welt (Shiraz, Tokyo, New York, Paris, …) Details von Kanaldeckeln abgerieben. Diese Serie von schwarz-weiß-Drucken nennt er „Schacht-Abdeckungen". Für das Traklhaus wurde – dem Thema der Ausstellung entsprechend – auch ein Motiv aus dem Pinzgau ausgewählt (rechts unten „Saalfelden").
Evi Fersterer konfrontierte 1995 die Saalbacher und die vielen Gäste mit ihrem Nerz-Mantel, den sie mit Messern durchbohrt ausstellte.
Dazu kommen Leinwand-Bilder, die ihre Holz-Klotz-Figuren in der Glemmtaler Berglandschaft zeigen.
Peter Fritzenwallner plant für die Eröffnung eine Performance, die wahrscheinlich auf einen Wiener Kunstsammler in Zell am See anspielen wird und eine Skulptur aus dem Gotik-Museum ins Zentrum setzt. Nach der Vernissage werden die Holzobjekte, die dafür vom Künstler produziert wurden und ein Dokumentationsvideo in der Ausstellung gezeigt.
Von Bertram Hasenauer kommen drei Acryl-Bilder auf Leinwand, die mit Silberstift und Blatt-Aluminium akzentuiert sind. Seine Themen sind seit Jahrzehnten besondere, reduzierte Porträts und Details von Bäumen, die beide immer weiter in tiefes Schwarz gleiten.
Bernd Koller, der gemeinsam mit Bernsteiner bei Arnulf Rainer studierte, hat aquarellierte Zeichnungen, die auf einem seiner vielen Auslandsaufenthalte (mit einem Atelierstipendium des Landes in Varanasi/Indien) entstanden sind, vorgeschlagen. Der Papagei zum Beispiel kann mit dem Tier im Faistauer-Porträt korrespondieren.
Philip Patkowitsch hat bereits im April auf einer Kunstmesse in Paris fünf großformatige Zeichnungen und Collagen, die sich mit Kubin und Zell am See auseinandersetzen, gezeigt. Diese Mischtechniken wurden für die Pinzgau-Ausstellung im Traklhaus geschaffen.
Die ebenfalls in Wien lebende Malerin Karin Pliem hat 2 großformatige, farbintensives Leinwand-Bilder mit floralen Motiven geschickt.
Brigitte Podgorschek verbrachte ihre Jugend teilweise im Oberpinzgau. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann Wolfgang in Wien. Ihre Werke signieren sie mit PRINZGAU/Podgorschek. Wir zeigen ein Aquarell, das von der Großmutter der Künstlerin, die in Mittersill wohnte, inspiriert ist. Daneben sind ein Block von Farbfotografien, die Details von Pflanzen entdecken lassen, zu sehen.
Der in Frankreich lebende Gottfried Salzmann hat in Saalfelden, im Schloss Ritzen sein eigenes Museum, das uns frühe Arbeiten, die ab den 70er Jahren entstanden sind und seine Heimat thematisieren, borgt.
Anton Thuswaldner muss auf jeden Fall mit Fotografien seiner Aufsehen-erregenden Aktion, als er 1991 das Mozart-Denkmal mit 700 Einkaufswägen einrüstete, eigentlich dahinter versteckte, vertreten sein.
Außerdem wurden mit dem Künstler 20 Zeichnungen, die Serie eines Tages (26. 5. 2019, Europawahl), und 3 Tropfbilder mit abstrahierten Christus-Darstellungen ausgewählt.
Franto Andreas Uhl ist von Wien in den Pinzgau gezogenen, wo er seit den achtziger Jahren lebt und arbeitet. Ein Hauptthema in seinen Bildern sind Köpfe, die mehr oder weniger abstrahiert, meistens farbintensiv gemalt sind. Dazu kommt eine Serie von kleinformatigen Kohle-Zeichnungen, die in der Ausstellung mit den Papierarbeiten von Georg Bernsteiner und Alfred Kubin harmonieren.

Diese Ausstellung wandert auch in den Pinzgau zurück. Ein Teil der Arbeiten ist ab Februar 2020 im Kunsthaus Nexus in Saalfelden zu sehen.


[Quelle: www.salzburg.gv.at]

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zuletzt geändert am 23.09.2019


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