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Pin Up Pop Up - Strike a Pose with Hotel Butterfly

22.11.2018 - 19.01.2019

Galerie Michaela Stock, Wien / Österreich

Die Pin-Up-Kunst hat eine lange und bewegte Geschichte und nimmt einen einzigartigen Platz in der feministischen Geschichte ein. Ein Pin-Up ist ein Foto oder ein gemaltes Bild, eines hübschen, jungen Mädchens mit verführerischem Lächeln in einer sexy Pose, das an die Wand gepinnt wird. Die Frauen werden mit perfekten weiblichen Kurven und immer als sexualisiertes Objekt des Begehrens dargestellt. Kokett und knapp gekleidet navigieren sie zwischen Skandal und sexueller Befreiung, Sehnsucht und Sinnlichkeit, Haarscharf an der Grenze zwischen Erotik und Kunst, fraglos sexistisch, aber niemals pornografisch.... Wie alle kommerziellen Bilder des weiblichen Körpers, sind solche „sexy Ikonen" objektivierend und einschränkend, indem sie Frauen unter Druck setzen, sich einem strengen Standard der Schönheit anzupassen.

Die Ausstellung in der Galerie Michaela Stock erforscht das Idealbild stereotyper Männerträume - des idealisierten Frauenkörpers, der von Männern erfunden und dann von Frauen auf neue Weise für sich in Anspruch genommen wurde.

Pin me up – turn me arround dekonstruiert das sexualisierte burleske Bild einer Monsterschönheit. Die Ausstellung ermutigt zu einer Abkehr von einer eindimensionalen Sichtweise auf Sexualität, die von heterosexuellen Normen geleitet ist, und zeigt verschiedene soziale, kulturelle und ästhetische Positionen. Im Fokus der Präsentation stehen Kunstwerke aus den Bereichen Performance, Malerei, Grafik, Fotografie, Collage, Sound und Video.

Die eingeladenen KünstlerInnen, die aus unterschiedlichen Generationen und kulturellen Background stammen, appropriieren bekannte Frauenbilder und benutzten den Körper als mächtigste Waffe um gesellschaftliche und politische Konstrukte des Geschlechts aufzubrechen.

So dokumentiert das Foto "Tomislav Gotovac als Grace Jones" seine nackte Aktion 1986. Das Bild wurde im Männermagazin Start abgedruckt. Gotovac war der einzige Mann in der gesamten Geschichte dieser Zeitschrift, der im Centerfold abgedruckt war.

Werke von Künstlerinnen wie Katalin Ladik, Barbara Hammer, Selma Selman oder Evelyn Loschy können mit Georges Batailles Definition behandelt werden: der Ursprung der Erotik liegt darin Nacktheit zu verstecken. So rasiert sich zum Beispiel Katalin Ladik in der Performance "Blackshave Poem" und simuliert ihre Nacktheit durch einen Striptease. Doch ein schwarzer Bodysuit umhüllt ihren nackten Körper und so wird das erwartete Ergebnis und der damit verbundene Voyeurismus verhindert.

Stolz wird der Körper in provokativen, erotisch anmutenden und trivialen Positionen dargestellt. Themen der Körperperfektion und ihrer Illusion, Begierde und ihrer Zerstörung werden hinterfragt.


[Quelle: www.galerie-stock.net]

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last modified at 23.01.2019


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